Scrum effektiv einführen, damit die Transformation gelingt

In dieser Folge

Was waren Euere ersten Berührungspunkte mit Scrum?

Was war die Ausgangslage, aus der Ihr Scrum eingeführt habt?

Wir kamen aus einer langen Historie an Website Projekten mit regelmäßigen Relaunches und hatten das Ziel den nächsten Relaunch durchzuführen. Aufgrund historisch gewachsener Prozesse und Strukturen fanden wir uns in einer Situation wieder in der hoher externer Druck auf vielen unterschiedlichen Themen bestand, während innerhalb des Teams die Transparenz zu Fortschritt und Priorisierung der Themen fehlte. Somit konnten wir weder intern noch extern Fokusthemen und Roadmaps kommunizieren und so Erwartungen managen. 

Unser Vorgehen bei Einführung von Scrum

Orientierung der Einführung an den Zielen von Beiersdorf

Scrum ist ein minimaler Rahmen den man ausgehend von den Zielen einer Organisation und dem jeweiligen Kontext ausgestaltet. Ohne diese Orientierung wird die Nutzung von Scrum zum Selbstzweck. Mit der Orientierung an den Ambitionen der Organisation lässt sich eine konsequente Nutzung von Scrum ohne Dogma motivieren.

Training mit allen Beteiligten

Das Training zum Start hilft dabei ein gemeinsames Verständnis der beteiligten Personen zu schaffen. Gerade durch das Erleben von Scrum in zwei Simulationen wird das Training zu einer wichtigen Teambuilding- Maßnahme und setzt die Initialzündung gemeinsam diese neue Arbeitsweise auszugestalten.

KickOff

Das Ziel vom KickOff ist es mit einem minimalen Rahmen in den ersten Sprint zu starten, so dass wir aufbauend aus der Arbeit den Rahmen aus eigener Erfahrung weiter ausgestalten.

Orientierung geben uns dabei die zwei Simulationen aus dem Training. Mit ihnen haben wir plakativ erlebt, wie Scrum uns hilft besser aus eigenen Erfahrungen eine Umgebung auszugestalten und weniger die Umgebung mit Mutmaßungen auszudefinieren.

Unsere End-to-End Simulation haben wir bewusst analog zu dem angestrebten Setup mit zwei Team auf einem Setup gestaltet. Dies war der Schlüssel damit wir gemeinsam die Umgebung analog zur Simulation in diesem KickOff gestalten konnten.

Begleitung der ersten Sprints

In den ersten Sprints haben wir an neuralgischen Punkten die Einführung von Scrum begleitet. Immer mit dem Ziel die Umgebung so schnell es geht zu befähigen mit diesem Rahmen ihre Herausforderungen aus dem neuen Rahmen selbst effektiv meistern zu können.

Diese Begleitung der ersten drei Sprints war bewusst minimal gestaltet, damit die Ownership hier von Anfang an bei Beiersdorf lag. So lag der Schwerpunkt im ersten Sprint darauf die Scrum Events zu etablieren und vorzuleben, wie man in wichtigen Rollen agiert.

In den weiteren zwei Sprint verlagerte sich unsere Begleitung mehr auf die Unterstützung aus dem Hintergrund und immer weniger aktiv in die Interaktion in der Umgebung direkt einzugreifen.

Ähnliche wie in Simulationen hat sich der grundsätzliche Rahmen nach den ersten Sprints gesetzt und etabliert. Rieser Rahmen gab in dieser Form bereits den Fokus sich gemeinsam im Sprint Themen vorzunehmen und aus den Ergebnissen zu lernen.

Natürlich sind in dieser Form noch nicht alle Herausforderungen gelöst! Es gab aber den Rahmen gemeinsam in der Umgebung über die weitere Zusammenarbeit Herausforderungen einzugehen.

Wie schaut Ihr auf dieses Vorgehen zurück?

Was hat die Begleitung von EnableChange für Euch ausgezeichnet?

Die Werte von Beiersdorf sind CARE, SIMPLICITY, COURAGE and TRUST. Wie hat die Nutzung von Scrum dazu beigetragen diese Werte wirklich zu leben?​

Ohne jemals explizit darüber nachzudenken oder zu sprechen haben wir mit unserem Projekt ein Umfeld geschaffen, welches diese Werte mehr als nur an der Wand stehen hat, sondern täglich lebt! An unzähligen Beispielen des täglichen Arbeitens können zu den Werten beobachten:

  • SIMPLICITY (MVP approach), 
  • COURAGE (Risiko eingehen bei der Entwicklung), 
  • TRUST (Management → Projekt → Team) und 
  • CARE (füreinander da sein, auch virtuell)

Wo steht Ihr jetzt? Wie war die Entwicklung bis dahin?

Unsere Gäste

Ohne Euch wäre diese Folge und diese Zusammenfassung nicht möglich gewesen! Danke für eure Eindrücke und den tollen Austausch!

Funda Günyar

Funda Günyar ist Scrum Master bei Beiersdorf Shared Services. Sie hat zusammen mit ihrem Team eine erfolgreiche Transformation zum agilen Arbeiten durchgeführt, um besser auf die sich verändernde Prioritäten reagieren zu können und mehr Transparenz und Vertrauen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Projektes zu schaffen. Eins ihrer Hauptgründe, warum sie diese agile Arbeitsweise gewählt hat, war die Rolle des Teams in diesem Framework. Denn das Team war nicht mehr nur „Macher“, sondern wurde durch die Einführung von Scrum dazu enabled, bei den Entscheidungen mitzuwirken und konnte somit Einfluss auf die Erreichung der Ziele nehmen.

Henrik Edler

Henrik Edler ist Product Owner bei Beiersdorf in Hamburg. Mit der Umstellung des Projektes zur Entwicklung der Website Plattform auf SCRUM hat er, gemeinsam mit seinem Team, eine Arbeitsumgebung geschaffen, in der alle an einem Strang ziehen, ihre Fähigkeiten in das Produkt einbringen können und mit Spaß Entwicklungen für Konsumenten und lokale Marketingorganisation in mehr als 70 Ländern liefern. 

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Wir organisieren regelmäßig Events in denen wir gemeinsam Themen aufarbeiten und uns Austauschen wollen.

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