Impediment-Eskalation: Warum 'Was willst du erreichen?' die bessere Frage ist
Ein Scrum Master berichtete im Community Call: Impediments eskalieren, aber nichts passiert. Die Führungsebene nickt, sagt "wird notiert" — und dann Stille.
Das Muster
Die typische Eskalation sieht so aus: "Wir haben ein Problem mit X. Können Sie das lösen?" Das klingt vernünftig, aktiviert beim Gegenüber aber den Modus "Problem-Abwehr". Keiner will noch ein Problem auf dem Tisch.
Der Perspektivwechsel
Statt das Problem zu schildern, starte mit der Frage: "Was wollen wir gemeinsam erreichen?"
Dann wird aus "Unser CI-Server ist zu langsam" ein "Wir wollen jede Stunde deployen können — dafür brauchen wir Build-Zeiten unter 5 Minuten."
Warum das funktioniert
- Weg vom Blame-Modus: Niemand wird beschuldigt
- Hin zum gemeinsamen Ziel: Alle ziehen in eine Richtung
- Messbar: "Unter 5 Minuten" statt "zu langsam"
Praxis-Tipp
Formuliere deine nächste Eskalation als Ziel-Statement statt als Problembeschreibung. Beobachte, wie sich die Reaktion ändert.