7 Enabler damit Scrum Innovation fördert

Scrum als Innovationskiller? Ein verbreitetes Vorurteil. Erfahre, wie du mit 7 konkreten Enablern Scrum als Lernrahmen nutzt, um echte Produktinnovation zu ermöglichen.

29. Juli 202129:13
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Das Wichtigste in Kürze

  • Scrum ist keine Work-Package-Delivery-Maschine, sondern eine Wertoptimierungsmaschine. Die richtige Perspektive entscheidet, ob du damit Innovation ermöglichst oder erstickst.
  • Innovation braucht psychologische Sicherheit. Der siebte Enabler – "Mutig ausprobieren" – ist fundamental, denn unter Druck entstehen nur Tunnelblicke, keine neuen Ideen.
  • Etabliere eine Lernroutine aus Inkrementen. Für die meisten von uns, die keine Einsteins sind, ist dieser strukturierte Lernprozess der Schlüssel, um schrittweise zu besseren Lösungen zu kommen.
  • Schaffe Übersicht und Transparenz über alle Arbeit. Nur wer den gesamten Kontext sieht, kann priorisieren und Kapazität für explorative Arbeit freischaufeln.
  • Setze realistische Ziele pro Sprint. Überladene Sprints killen jede Kreativität und führen direkt in den "Delivery-Modus", der Innovation verhindert.

Worum es geht

Scrum ist einfach zu verstehen. Die Krux liegt in der Anwendung für deine Zwecke in deinem Kontext. Was ich konsistent beobachte, ist ein verbreitetes Vorurteil: Scrum wird oft als Hindernis für Innovation wahrgenommen.

Das Problem ist nur: Diese Wahrnehmung entsteht meist durch eine fehlgeleitete Anwendung. Scrum wird zur reinen Liefermaschine degradiert, die nur noch Features durch die Pipeline presst. Unter diesem Druck erstickt jede Kreativität.

Die zentrale Frage dieser Episode ist daher: Wie hilft Scrum ganz konkret dabei, Innovation zu fördern? Die Antwort liegt nicht in einer Methodenänderung, sondern in sieben spezifischen Enablern, die Scrum von einem angeblichen Innovationskiller zu einem kraftvollen Lernrahmen machen.

Für wen?

Für wen?

Diese Episode richtet sich an alle, die das volle Potenzial von Scrum heben wollen und spüren, dass die reine Fokusierung auf Liefergeschwindigkeit nicht nachhaltig ist.

ScrumInnovationLernende OrganisationAgile FührungScrum MasterProduct Owner

Besonders wertvoll, wenn du:

  • Als Scrum Master oder Agile Coach das Vorurteil "Scrum killt Innovation" entkräften und Teams zu einem lernorientierten Mindset coachen möchtest.
  • Als Product Owner oder Product Manager unter dem Spagat zwischen "schnell liefern" und "innovativ sein" leidest und Hebel suchst, um beides zu vereinen.
  • Als Führungskraft verstehen willst, wie du die Rahmenbedingungen setzen kannst, damit Scrum-Teams tatsächlich innovative Produkte entwickeln – und nicht nur Features abarbeiten.

Episoden-Insights

1. Scrum als Wertoptimierungsmaschine verstehen

Der grundlegendste Enabler ist ein Perspektivwechsel. Wenn du und dein Organisation Scrum nur als Werkzeug sehen, um vordefinierte Arbeitspakete abzuarbeiten, wird Innovation systematisch ausgeschlossen. In dieser Logik gibt es keinen Raum für Entdeckung und Lernen. Scrum muss stattdessen als Rahmen verstanden werden, um durch iterative Zyklen den größtmöglichen Wert zu entdecken und zu liefern. Diese Denkweise ist die Voraussetzung für alles Weitere.

"Scrum ist keine Work Package Delivery-Maschine, Scrum ist eine Wertoptimierungsmaschine."

2. Psychologische Sicherheit durch "Mutig ausprobieren" schaffen

Innovation ist per Definition risikobehaftet. Sie bedeutet, Neues auszuprobieren, was auch scheitern kann. Der siebte Enabler – "Mutig ausprobieren" – ist daher kein nettes Add-On, sondern die Grundlage. In einer Kultur der Schuldzuweisung oder unter dem Druck, jeden Sprint bis zur letzten Story zu "erfüllen", wird niemand Risiken eingehen. Teams brauchen den Freiraum, experimentieren zu dürfen, ohne dass ein Misserfolg sofort Konsequenzen hat.

"Unter Druck entstehen Tunnelblicke und in einem Tunnelblick entsteht definitiv keine Innovation."

3. Den Lernrahmen für Normalsterbliche etablieren

Versteht mich nicht falsch: Ein Genie wie Einstein mag vielleicht keinen formalen Prozess brauchen, um innovativ zu sein. Aber die allermeisten von uns sind Normalsterbliche. Für uns ist ein strukturierter Rahmen wie Scrum essenziell, um aus Ergebnissen lernen zu können. Die regelmäßigen Rhythmen von Sprint Planning, Review und Retrospective schaffen eine Lernroutine. Diese Disziplin ermöglicht es, schrittweise und evidenzbasiert – nicht aus dem Bauch heraus – bessere Produktentscheidungen zu treffen.

"Bist du ein Einstein? ... Oder bist du wie ich ein Normalsterblicher, der Prozesse braucht... um schrittweise aus Ergebnissen lernen zu können?"

Dein nächster Schritt

Die 7 Enabler sind der Startpunkt. Die eigentliche Arbeit beginnt, wenn du sie in deinem spezifischen Kontext anwendest und auf Widerstände triffst. Lass uns gemeinsam abgleichen, wo deine größte Hebelwirkung liegt.

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