RIP Papier-Board

Papier-Boards kehren nicht zurück. Erfahren Sie, welche 3 Prinzipien und 5 Fragen Ihnen bei der Wahl des richtigen kollaborativen Toolings für die hybride Arbeitswelt helfen.

16. Juni 202145:12
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Pandemie hat die Arbeitswelt dauerhaft verändert. Ein einfacher Rückkehr zu physischen Papier-Boards ist keine realistische Option mehr für verteilte oder hybride Teams.
  • Bewerten Sie Tools anhand von drei zeitlosen Prinzipien: 1. Leichte Bedienbarkeit für alle Beteiligten, 2. Einfache und schnelle Anpassbarkeit, 3. Gute Visualisierung des Arbeitsfortschritts.
  • Stellen Sie Ihrem Taskboard fünf konkrete Fragen, um seine Funktionalität zu prüfen: Ist der aktuelle Stand klar? Was kommt als Nächstes? Wo liegen Blockaden? Wer arbeitet woran? Was wurde bereits erledigt?
  • Starten Sie pragmatisch mit den "leichtestmöglichen Tools", die in Ihrer Umgebung bereits bekannt und verfügbar sind – oft reichen Excel, Google Sheets oder Microsoft Planner für den Anfang.
  • Versteht mich nicht falsch: Das Tool ist nur ein Hilfsmittel. Der Fokus muss auf der effektiven Zusammenarbeit und nicht auf der Technologie selbst liegen.

Worum es geht

Die Situation vor der Pandemie war klar: Viele agile Teams schworen auf die haptische, einfache und hochkollaborative Arbeit am physischen Papier-Board im Teamraum.

Die Komplikation: Die Arbeitswelt hat sich durch Corona fundamental verändert. Teams sind verteilt, hybrid oder komplett remote. Die zentrale Frage, die sich daraus ergibt, lautet: Wie gestalten wir unsere Arbeitsweise in dieser Postpandemie-Zeit aus, wenn das vertraute Papier-Board weggefallen ist?

In dieser Episode nehmen wir Abschied von der Vorstellung einer Rückkehr zum Status quo und ergründen, welche Prinzipien gutes kollaboratives Tooling auch in der digitalen Welt ausmachen. Die Antwort liegt nicht in einem bestimmten Produkt, sondern in einer bewussten Auswahl anhand konkreter Kriterien und der Rückbesinnung auf den eigentlichen Zweck der Werkzeuge.

Für wen?

Für wen?

Diese Episode spricht alle an, die direkt mit der Gestaltung der täglichen Teamarbeit betraut sind und jetzt vor der Herausforderung stehen, diese Kollaboration in einer hybriden oder remote Welt effektiv zu ermöglichen.

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Besonders wertvoll, wenn du:

  • Als Scrum Master oder Agile Coach dein Team bei der Suche nach einem geeigneten digitalen Taskboard unterstützen willst.
  • Als Teamlead oder Entwickler in einem verteilten Team frustriert bist, weil die bisherigen Tools die Zusammenarbeit behindern statt fördern.
  • Die Diskussion in deinem Team festgefahren ist, weil die Debatte um das "beste Tool" den Blick auf die eigentlichen Arbeitsprinzipien verstellt.

Episoden-Insights

Die drei zeitlosen Prinzipien für gutes Tooling

Egal ob physisch oder digital – ein Werkzeug für die Team-Kollaboration muss drei Anforderungen erfüllen: Es muss für alle Beteiligten leicht zu bedienen sein, ohne aufwändige Einarbeitung. Es muss sich einfach und schnell anpassen lassen, wenn sich Aufgaben oder Prioritäten ändern. Und es muss den Arbeitsfortschritt für das gesamte Team gut visualisieren. Diese Prinzipien sind wichtiger als jedes technische Feature.

"Am Ende ist das Tool nur ein Hilfsmittel, was euch hilft."

Fünf Fragen für ein funktionierendes Taskboard

Die Qualität Ihres Boards – digital oder analog – testen Sie nicht an der Anzahl der Integrationen, sondern an seiner Klarheit. Stellen Sie sicher, dass es diese fünf Fragen auf einen Blick beantwortet: Was ist der aktuelle Stand? Was sind die nächsten Aufgaben? Wo gibt es Blockaden oder Wartepositionen? Wer arbeitet aktuell woran? Und was wurde bereits abgeschlossen? Wenn Ihr Board diese Fragen nicht beantwortet, ist es Zeit für eine Anpassung.

Starten Sie pragmatisch, nicht perfekt

Der Druck, das "perfekte" agile Tool zu finden, ist oft groß. Doch was ich konsistent beobachte ist, dass Teams damit viel Zeit verlieren. Ein pragmatischerer Ansatz ist, dort zu starten, wo das Team bereits steht.

"Schaut, was sind die leichtmöglichsten Tools, die in eurer Umgebung von den meisten schon relativ gut benutzt werden können."

Das kann ein digitales Whiteboard wie Miro sein, aber oft sind es auch die bereits lizenzierten und bekannten Tools wie Excel-Tabellen oder Google Sheets. Sie erfüllen die drei Prinzipien oft besser als ein komplexes, neues System.

Dein nächster Schritt

Kommt dir das bekannt vor? Die Suche nach dem passenden Tool für dein hybrides Team ist oft mühsam. Lasst uns mal gemeinsam abgleichen, welche Prinzipien für eure spezifische Situation am wichtigsten sind.

Tooling-Strategie für Ihr Team

In einem unverbindlichen Strategiegespräch analysieren wir Ihre aktuelle Kollaborations-Situation und leiten konkrete, pragmatische nächste Schritte für ein passendes Tool-Setup ab.

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