Die 5 Dysfunktionen eines Teams – auf Scrum gemünzt

Patrick Lencionis bewährtes Modell konkretisiert für agile Teams:
Mit Scrum-spezifischen Indikatoren und Maßnahmen.

Co-created mit 60 Praktikern
~25 Min. Lesezeit
Interaktive Checklisten

Das 5-Dysfunktionen-Modell

Patrick Lencioni stellt die 5 Dysfunktionen als Pyramide dar, weil sie aufeinander aufbauen und sich gegenseitig beeinflussen:

Die 5 Dysfunktionen eines Teams

  • #1 Mangel an Vertrauen → führt zu...
  • #2 Angst vor Konflikten → führt zu...
  • #3 Fehlendes Commitment → führt zu...
  • #4 Scheu vor Verantwortung → führt zu...
  • #5 Fehlende Ergebnisorientierung

Warum pyramidenförmig?

Ohne vertrauensvolle Offenheit (#1) können schwelende Konflikte nicht aufgearbeitet werden (#2). Ohne offene Auseinandersetzung können keine echten Entscheidungen getroffen werden (#3). Ohne verbindliche Entscheidungen übernimmt niemand Verantwortung (#4). Und ohne gegenseitige Verantwortung verfolgt jeder seine eigenen Ziele statt gemeinsame Ergebnisse (#5).

Für Scrum Teams bedeutet das konkret:

  • Sprint Retrospektiven brauchen Vertrauen, um produktiv zu sein
  • Daily Scrum braucht Offenheit, Hindernisse anzusprechen
  • Sprint Planning braucht echtes Commitment zum Sprint Goal
  • Das Team braucht gegenseitige Verantwortung (Peer Accountability)
  • Sprint Review fokussiert auf Team-Ergebnis, nicht individuelle Leistung

📍 Tipp für Scrum Master: Arbeite von unten nach oben! Fang mit Vertrauen (#1) an, auch wenn du mehrere Dysfunktionen siehst. Die Pyramide baut aufeinander auf.

⚠️ Wichtig: Prüfe zuerst die Rahmenbedingungen

Bevor du die 5 Dysfunktionen auf dein Team anwendest, stelle sicher dass die Voraussetzungen für effektives Teamplay überhaupt gegeben sind.

Dein Team stagniert? Das kann zwei Ursachen haben:

1. Die Rahmenbedingungen fehlen – Kein echtes Team, kein forderndes Vorhaben, keine befähigende Struktur. Ohne diese Grundlage hilft auch die beste Teamentwicklung nicht.

2. Rahmenbedingungen stimmen, aber Entwicklung ist blockiert – Mangelndes Vertrauen, künstliche Harmonie, fehlende Verbindlichkeit. Hier helfen die 5 Dysfunktionen!

💡 Prüfe zuerst: Sind die Voraussetzungen für effektive Teams gegeben? (5 Hackman-Bedingungen) Falls nicht, starte dort – sonst arbeitest du am falschen Ende. Alternativ: Nutze unseren 5-Phasen-Ansatz für Scrum-Einführung.

Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, lies weiter um zu verstehen, wie die 5 Dysfunktionen konkret für Scrum Teams übersetzt werden...

Warum Scrum-Konkretisierung?

Das 5-Dysfunktionen-Modell ist bewährt – aber manchmal zu abstrakt.

Du fragst dich:

  • Wo steht mein Team?
  • Wo konkret ansetzen?

Beispiel: "Mangel an Vertrauen" – was heißt das konkret im Daily? Wie zeigt sich "Angst vor Konflikten" in der Retro?

Deswegen diese Scrum-Konkretisierung:

Damit du Bezug und Ansatzpunkte in deinem Kontext findest:

  • Konkrete Indikatoren für jedes Scrum Event (Daily, Planning, Retro, Review)
  • Actionable Maßnahmen (nicht nur Theorie)
  • Getestet von 60 Praktikern (Community Co-Creation 2020)

🙏 Danke an Heiko Bartlog und alle Community-Mitglieder, die diese Ressource möglich gemacht haben.

Nutze die Checklisten zur Selbstverortung

Jetzt wo du das Modell verstehst und die Rahmenbedingungen geprüft hast: Zeit, dein eigenes Team zu analysieren!

Gehe die folgenden 5 Dysfunktionen durch und nutze die interaktiven Checklisten um zu reflektieren: Wo steht unser Team? Die Checkboxen tracken deinen Fortschritt automatisch und geben dir smarte Empfehlungen basierend auf deiner Analyse.

📑 Die 5 Dysfunktionen im Detail

Dysfunktion Was du findest
#1: Mangel an Vertrauen Checkliste (21 Indikatoren) + 5 Maßnahmen
#2: Angst vor Konflikten Checkliste (16 Indikatoren) + 5 Maßnahmen
#3: Fehlendes Commitment Checkliste (25 Indikatoren) + 5 Maßnahmen
#4: Scheu vor Verantwortung Checkliste (16 Indikatoren) + 5 Maßnahmen
#5: Fehlende Ergebnisorientierung Checkliste (27 Indikatoren) + 5 Maßnahmen

💡 Wo fange ich an? Start mit #1 Vertrauen – auch wenn du mehrere Dysfunktionen erkennst. Die Pyramide baut aufeinander auf!

Dysfunktion #1: Mangel an Vertrauen

Hake ab, was du in deinem Team erkennst – je mehr Indikatoren, desto ausgeprägter die Dysfunktion

Mangel an Vertrauen

Ohne vertrauensvolle Offenheit kann eine distanzierte bzw. formalisierte Zusammenarbeit nicht überwunden werden. Wie sollte gutes Teamwork gelingen, ohne dass man sich sicher fühlt, wagemutige Vorschläge, neuartige Ideen und kritische Hinweise einbringen zu können?

Mit Vertrauen meinen wir den Ausdruck von Verlässlichkeit expliziter und impliziter Vereinbarungen im Team. Vertrauen ist die Basis sozialer Beziehungen und vereinfacht das Treffen von Entscheidungen. [welt.de 2011]

Ein lebendiges und mutiges Miteinander gedeiht auf gegenseitigem Vertrauen. Zusammenarbeit ohne Vertrauen ist möglich (mit klar definierten Schnittstellen), aber weder effizient noch besonders effektiv.

🔍 Woran erkennst du das in deinem Scrum Team?

Nutze diese Checkliste zur Reflexion – wie viele Indikatoren erkennst du?

Im Daily Scrum & Sprint-Arbeit

  • Im Daily Scrum werden keine oder nur kleine, formale Hindernisse angesprochen – zum Sprint-Ende ist aber wiederholt viel weniger fertig als geplant
  • Im Daily bittet selten jemand um Unterstützung oder Hilfe
  • Arbeitsergebnisse werden erst gezeigt, wenn sie zu 100% perfekt sind – niemand zeigt "Work in Progress"
  • Aufgaben während des Sprints werden meist alleine abgearbeitet, selten zu zweit oder im Pair/Mob Programming
  • Wenn jemand um Hilfe bittet, wird es ganz ruhig – andere vermeiden Augenkontakt

In Sprint Retrospektiven

  • In der Sprint Retrospektive werden Probleme nicht beim Namen genannt, man geht kontroversen Diskussionen aus dem Weg
  • Sprint Retrospektiven fallen aus oder sind nur kurze, formale Treffen ohne echten Mehrwert
  • Versuche, offen über Fehler und Schwächen zu sprechen, werden nicht angenommen oder ausgebremst
  • "Nebenkriegsschauplätze" werden aufgemacht, um nicht über die eigentlichen Themen sprechen zu müssen

In Sprint Planning & Refinement

  • Offene Fragen und kritische Einwände werden im Sprint Planning nicht adressiert, was später zu Problemen führt
  • Im Sprint Planning planen alle nur ihre eigenen Aufgaben, nicht als Team
  • Im Backlog Refinement geben die Experten den Ton an, Meinungen Anderer werden übergangen
  • Aufgaben werden passgenau auf Fähigkeiten zugeschnitten ("das ist was für Klaus"), ohne die Person zu fragen

In Sprint Reviews

  • Im Sprint Review steht mehr das "ICH" als das gemeinsame "WIR" im Vordergrund
  • Das Team nimmt sich keine Zeit für "Danke" und gegenseitige Wertschätzung

Zwischenmenschlich

  • Man spekuliert hinter dem Rücken über Absichten anderer, statt offen darüber zu reden
  • Feedback geben endet meist im Konflikt – konstruktives Feedback wird nicht angenommen
  • Man hegt Groll untereinander, ohne dies offen auszusprechen
  • In Meetings wird wenig diskutiert, es wird kaum gelacht, Mimik und Gestik sind reduziert
  • Teammitglieder finden immer wieder Gründe, um möglichst wenig Zeit miteinander zu verbringen

📊 Wie viele Indikatoren hast du erkannt?

  • 0-3 Indikatoren: Vertrauen ist wahrscheinlich vorhanden ✓
  • 4-8 Indikatoren: Vertrauensaufbau könnte dem Team helfen
  • 9+ Indikatoren: Dysfunktion #1 ist wahrscheinlich ausgeprägt – Vertrauen ist eure Foundation!

💡 Hinweis: Diese Indikatoren sind Anhaltspunkte, keine Beweise. Es kann vielfältige Gründe für das beobachtete Verhalten geben – z.B. Mangel an Selbstvertrauen, Mangel an Kompetenz, oder Mangel an Vertrauen in die soziale Kompetenz anderer.

🛠️ Was kannst du als Scrum Master tun?

Vertrauen kann man nicht einfordern – aber man kann es schenken, vorleben und Räume dafür schaffen. Hier sind bewährte Maßnahmen:

1. Verletzlichkeit vorleben

Als Scrum Master kannst du mit gutem Beispiel vorangehen:

  • Eigene Schwächen eingestehen: "Ich weiß nicht, wie wir das lösen – habt ihr Ideen?"
  • Um Hilfe bitten: Zeige, dass Hilfe suchen eine Stärke ist, keine Schwäche
  • Eigene Fehler offen äußern: "Mein Ansatz hat nicht funktioniert – was lernen wir daraus?"

⚠️ Achtung: Mach dich in deiner Kernkompetenz nicht kleiner als du bist! Man soll dir als SM vertrauen. Kleine iterative Schritte sind besser als große Gesten.

2. Retrospektiven als Safe Space gestalten

Die Sprint Retrospektive ist der offensichtlichste Ort für Vertrauensaufbau:

  • Safety Check zu Beginn: Extended Safety Check – Anonyme Umfrage zum Sicherheitsgefühl als Reflexionspunkt
  • Vertrauens-Barometer: Fortlaufend (z.B. täglich) pflegen, in Retro gemeinsam anschauen
  • Vertrauensbrüche/-beweise besprechen: "Was hat unser Vertrauen gestärkt/geschwächt?"

3. Team-Kick-off mit Teamwork-Übung

Gemeinsames Erlebnis als Basis, danach Reflexion "Was bedeutet Vertrauen für uns?":

4. Team kennenlernen ermöglichen

Techniken nach "persönlichem Tiefgang" sortiert (von oberflächlich zu tief):

Einstieg (oberflächlich):

Mittel:

Tiefer:

💡 Tipp: Diese Techniken sind Katalysatoren für Selbstreflexion und Gespräche. Nutze sie situativ oder baue sie aufeinander auf.

5. Vertrauen aktiv schenken

Als Scrum Master kannst du Vertrauen auch in der täglichen Arbeit zeigen:

  • Nach Absprachen nicht kontrollieren – Offen sagen: "Ich vertraue dem Team!"
  • Team vor Störungen von außen schützen – Inkl. Vertrauensunterwanderungen
  • Keine Schuldfrage bei Problemen – Fokus auf gemeinsames Lernen

📚 Ressourcen zur Vertiefung

🎧 Podcast: Wenn du als Scrum Master das Gefühl hast, dass dir niemand zuhört, liegt das oft an fehlender Vertrauenswürdigkeit. Die Trustfulness Equation hilft zur Selbstreflexion: Woran könnte es liegen?

Weiterführend:

  • Lencionis Online Assessment (kostenpflichtig) – Tiefergehende Team-Analyse
  • Entwicklungsphase klären: Neues Team (Tuckman: Forming) oder bestehendes Team (neue Reize setzen)?
  • Vergangenheit reflektieren: Gab es Vertrauensbrüche? Oder positive Vertrauenserfahrungen?

💡 3 Ebenen von Vertrauen: Selbstvertrauen, Vertrauen in andere, Vertrauen ins System. Wir fokussieren hier auf "Vertrauen in andere" – alle drei Ebenen beeinflussen sich aber gegenseitig.

Dysfunktion #2: Angst vor Konflikten

Hake ab, was du in deinem Team erkennst – je mehr Indikatoren, desto ausgeprägter die Dysfunktion

Angst vor Konflikten

Ohne offene Auseinandersetzung können schwelende Konflikte nicht tiefergehend aufgearbeitet werden. Wie sollte ein Team zusammenarbeiten, wenn persönliche Bedürfnisse nicht eingebracht, Sichtweisen nicht ausgetauscht und Ärger heruntergeschluckt wird?

Konflikte sind nicht zwingend negativ – sie bieten Chancen voneinander zu lernen und Neues zu entwickeln, solange frühzeitig und offen daran gearbeitet wird.

🔍 Woran erkennst du das in deinem Scrum Team?

In Retrospektiven

  • Langweilige Meetings: Nur "formale" Punkte werden besprochen, kein Platz für Zwischenmenschliches
  • "Der Elefant im Raum": Offensichtliche, bekannte Probleme werden nicht angesprochen
  • Retrospektive ohne PO, weil die größten Probleme mit dem PO gesehen werden
  • Langgezogene Klärung von belanglosen Themen, statt den Kern zu adressieren

In Team-Kommunikation

  • Dem SM werden in Einzelgesprächen Probleme benannt, die im Team nicht zur Sprache kommen
  • Man spricht übereinander, statt miteinander
  • Flurfunk ist sehr aktiv – kritische Diskussionen ÜBER andere in der Kaffeepause
  • In Meetings reden/schweigen immer dieselben Personen

Bei Entscheidungen

  • Kontroverse Themen werden ignoriert, auch wenn sie für Teamerfolg entscheidend sind
  • Es werden keine klaren Entscheidungen getroffen (kein Verantwortlicher, kein Termin)
  • Entscheidungen werden ignoriert, bis Manager diese treffen müssen
  • Der PO muss auch Technisches für das Team entscheiden
  • Probleme werden heruntergespielt, selbst wenn jemand sie anspricht

In Scrum Events generell

  • Moderationstechniken (Brainwriting, Planning Poker) werden abgelehnt oder sabotiert
  • Events werden akribisch vorbereitet, mit Ausklammerung kritischer Themen
  • Positive Aspekte = persönliche Erfolge, negative Aspekte = Ausreden vorbereitet

📊 Wie viele Indikatoren hast du erkannt?

  • 0-3 Indikatoren: Produktive Konfliktkultur wahrscheinlich vorhanden ✓
  • 4-7 Indikatoren: Konfliktfähigkeit könnte gestärkt werden
  • 8+ Indikatoren: Dysfunktion #2 ist ausgeprägt – Künstliche Harmonie verhindert Fortschritt

🛠️ Was kannst du als Scrum Master tun?

Mut zur Konfliktkultur aufbauen: Je kleiner und frischer ein Konflikt, desto leichter lässt sich darüber sprechen. Übt an kleinen Konflikten, um mutiger zu werden.

1. Klein anfangen: Konstruktiven Diskurs üben

Trainiert regelmäßig produktive Konflikt-Kommunikation:

  • Gewaltfreie Kommunikation (GFK) – Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte
  • WWW-Feedback (Wahrnehmung-Wirkung-Wunsch) – Struktur für konstruktives Feedback
  • Ich-Botschaften – Eigenes Empfinden ausdrücken, ohne anzugreifen

2. "Rosa Elefanten" sichtbar machen

Wenn offensichtliche Probleme nicht angesprochen werden:

  • Einzelinterviews mit allen führen
  • Zitate anonymisiert im Team transparent machen
  • Sobald der "Heimlichkeits-Charakter" weg ist, wird das Gespräch leichter

💡 Abwägen: Team-Konflikt (in Retro) vs. persönlicher Konflikt (Einzelgespräche/Mediation)?

3. Moderationstechniken für alle Stimmen

Konfliktpotenziale transparent machen:

  • Brainwriting – Stille Ideensammlung, dann Diskussion
  • Fist for Five – Meinungsbild visualisieren
  • Planning Poker – Unterschiedliche Schätzungen als Gesprächsanlass

4. Tiefer gehen in Moderation

  • Nicht mit erster Antwort zufrieden geben
  • 5 Whys – Ursachen herausfinden
  • Konfliktpotenziale früh erkennen

5. Transparenz schaffen

  • Ziele kontinuierlich messen und aufzeigen
  • Vereinbarungen aus Retros im nächsten Sprint sichtbar machen
  • Regelbrüche ansprechen, bevor Frust entsteht

📚 Ressourcen zur Vertiefung

Hilfreiche Modelle:

  • 9 Konfliktstufen nach Glasl – Konfliktstufe einordnen, Lösungsoptionen ableiten
  • Eisberg-Modell der Kommunikation – Was steht unter der Oberfläche?
  • Konflikt-Dreieck nach Galtung – Strukturelle, kulturelle, personale Ebene

Für Product Owner:

  • Priorisierung & Roadmap regelmäßig im Team reflektieren → Ängste vor Überlastung/Unklarheit frühzeitig abbauen
  • Ideenaustausch fördern für alle im Team

Austausch mit anderen:

Dysfunktion #3: Fehlendes Commitment/Engagement

Hake ab, was du in deinem Team erkennst – je mehr Indikatoren, desto ausgeprägter die Dysfunktion

Fehlendes Commitment

Mangel an Klarheit und Akzeptanz hindert Teammitglieder daran, gemeinsame Entscheidungen zu treffen und sich daran zu halten.

Ohne offene Konflikte (#2) können keine echten Entscheidungen getroffen werden. Ohne Entscheidungen gibt es kein Commitment. Das Sprint Goal wird zur Formsache.

🔍 Woran erkennst du das in deinem Scrum Team?

Nutze diese Checkliste zur Reflexion – wie viele Indikatoren erkennst du?

Im Sprint Planning & Refinement

  • Definition of Ready ist sehr detailliert oder sehr vage
  • Backlog Items durchlaufen Refinement oft mehrfach, werden dann komplett verworfen (Marktchance verpasst!)
  • Probleme werden von allen Richtungen analysiert, aber keine Entscheidungen getroffen
  • Themen werden nicht ans Team gegeben, weil sie trotz Diskussionen nicht "ausreichend" vorbereitet sind
  • User Stories werden immer ausführlicher mit umfangreichen Anhängen und detaillierten Spezifikationen
  • Spikes häufen sich – Vorbereitung künftiger Stories, um sicherzugehen, dass nichts schief geht
  • Im Sprint Planning wird im Zweifel immer eine Story weniger gezogen (Abwärtsspirale!)
  • Sprint Planning vom PO schlecht vorbereitet
  • Keine einheitliche Linie in Sprints – Themen werden willkürlich bearbeitet
  • Experten/Stakeholder fehlen oder kommen zu spät für klare Zielsetzung

Im Daily Scrum & während des Sprints

  • Im Daily wird angezweifelt, dass das Sprint Ziel geschafft werden kann – Team verharrt in Resignation
  • Unklar, was im Sprint ist und was Priorität hat
  • Im Daily gibt es keinen Bezug zum Sprint Ziel, oder es wird infrage gestellt
  • Während des Sprints werden Schätzungen von User Stories immer wieder neu diskutiert
  • Im Sprint wird häufig zwischen Epics/Themen hin und her gewechselt

In Sprint Retrospektiven

  • Maßnahmen werden verworfen: "Das bringt ja eh nix" oder "Darauf haben wir keinen Einfluss"
  • Alle zwei Wochen dieselben Themen in der Retro – kein Fortschritt
  • Action Items haben keine Verbindlichkeit
  • Vorschläge (etwas Neues ausprobieren) werden zerredet oder verschoben
  • Das gewachsene System wird beklagt, aber niemand sieht sich in der Lage, etwas zu bewegen

Zwischenmenschlich & Team-Dynamik

  • Fehler werden vorgehalten: "Erinnerst du dich? Du lagst falsch..." – Blame Culture
  • Bei Problemen wird viel Zeit investiert, den Schuldigen zu finden statt Ursachenanalyse
  • Man fällt sich gegenseitig ins Wort, lässt nicht ausreden
  • Kaum eine Äußerung ohne "Ja, aber..."-Reaktion
  • Abwertende Gesten, Augenrollen bei Beiträgen anderer im Daily
  • Im Refinement werden Ansichten als "potenzielle Risiken" eingestuft

Klarheit & Ausrichtung

  • Vision ist unklar
  • Sprint Ziel nicht definiert oder man kann sich nicht darauf einigen
  • Backlog Items haben keine Priorisierung
  • DoD, DoR, Working Agreements sind fehlend, unklar oder nicht präsent
  • Fehlender Bezug zu Kunden, Nutzern, Markt – keine reale Rückmeldung

📊 Wie viele Indikatoren hast du erkannt?

  • 0-4 Indikatoren: Commitment ist wahrscheinlich vorhanden ✓
  • 5-10 Indikatoren: Klare Entscheidungen und Verbindlichkeit könnten helfen
  • 11+ Indikatoren: Dysfunktion #3 ist ausgeprägt – Commitment ist die Basis für Ergebnisse!

🛠️ Was kannst du als Scrum Master tun?

Commitment entsteht durch Klarheit und gemeinsame Entscheidungen. Hier sind bewährte Maßnahmen:

1. Scrum Events für das Team zurückgewinnen

Die Scrum Events gehören dem Team – nicht dem Scrum Master, nicht dem Product Owner, nicht den Stakeholdern:

  • Feedbackrunde am Ende jedes Events: "Was hat heute gut funktioniert? Was könnten wir nächstes Mal besser machen?"
  • Im Refinement & Planning: Gemeinsam reflektieren, wie Sprint Ziel und User Stories zur Product Vision beitragen
  • Im Daily: Jede Aufgabe zum Sprint Ziel in Bezug setzen – "Wie trägt das bei, unser Ziel zu erreichen?"

💡 Tipp: Wenn das Team die Events als "ihre" Events versteht, steigt automatisch das Commitment.

2. Engagement und Commitment zum Thema machen

Als Scrum Master kannst du deine Beobachtungen offen ansprechen:

  • In der Retrospektive: "Mir fällt auf, dass wir oft dieselben Themen besprechen, aber nichts passiert. Was hindert uns?"
  • Erfolge sichtbar machen: Dokumentiere kleine und große Erfolge, feiere sie – das stärkt Selbstwirksamkeit
  • Working Agreements prüfen: DoR, DoD und andere Vereinbarungen regelmäßig zur Prüfung vorlegen (z. B. Ampelabfrage)

⚠️ Achtung: Nicht anklagen, sondern neugierig erkunden – "Ich beobachte... Was nehmt ihr wahr?"

3. Entscheidungsmethoden einführen, die alle einbinden

Commitment entsteht, wenn alle gehört werden und mitentscheiden können:

  • Konsent statt Konsens: Entscheidungswerkzeuge, systemisches Konsensieren
  • Verdeckte Abstimmungen: Planning Poker, Value Poker, Delegation Poker – jeder kann anonym seine Meinung einbringen
  • Experimente statt Festlegungen: "Good for now, safe enough to try" – kleine Schritte mit Review, keine Entscheidungen "in Stein meißeln"
  • Worst-Case-Szenarien: Manchmal hilft es, das schlimmstmögliche Ergebnis zu besprechen, um die Angst zu nehmen
  • Symbolische Verbindlichkeit: Je nach Kultur können Unterschriften oder Fotos unter Entscheidungen das Commitment stärken

4. Teamausrichtung & Purpose stärken

Ohne klaren Sinn gibt es kein echtes Commitment:

  • Team Vision/Mission erarbeiten: "Welchen Zweck erfüllen wir? Was würde fehlen, wenn es uns nicht gäbe?"
  • Persönliche Motive klären: Einzelgespräche (vor allem in der Forming-Phase) – "Was hast du davon, in diesem Team zu arbeiten?"
  • Methoden: Lego Serious Play, Story-Circles, Team Canvas

5. Direktes Feedback von echten Nutzern ermöglichen

Commitment entsteht, wenn das Team sieht, dass ihre Arbeit Wirkung hat:

  • Sprint Review als Feedbackschleife: Echte Nutzer einladen, nicht nur Stakeholder
  • User Research einbauen: Das Team direkt mit Kunden/Nutzern sprechen lassen
  • Erfolge teilen: Positive Rückmeldungen im Team sichtbar machen (Feedback-Board, Slack-Channel)

📚 Ressourcen zur Vertiefung

Entscheidungsmethoden:

  • Entscheidungswerkzeuge (PDF) – Konsent, systemisches Konsensieren
  • Planning Poker, Delegation Poker – verdeckte Abstimmungen für echtes Commitment

Team Purpose & Vision:

  • Lego Serious Play – Workshops zur Team-Mission
  • Team Canvas – Visualisierung von Zielen und Werten

Product Vision:

🎧 Podcast-Folge: Warum Teams in alte Muster zurückfallen – Wie du nachhaltige Veränderungen erreichst

Möchtest du mehr über den Scrum Master erfahren?

Auf dieser Seite haben wir alle unsere Informationen zum Scrum Master gebündelt. Hier findest du Antworten zu wichtigen Fragen, vertiefende Podcast-Folgen und aufbauende Artikeln.

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Dysfunktion #4: Scheu vor Verantwortung im Team

Hake ab, was du in deinem Team erkennst – je mehr Indikatoren, desto ausgeprägter die Dysfunktion

Scheu vor Verantwortung im Team

Zwischenmenschliches Unbehagen vermeiden hindert Teammitglieder daran, sich gegenseitig für Verhalten und Leistung verantwortlich zu fühlen.

Ohne Commitment (#3) übernimmt niemand Verantwortung. Standards sinken. Das Team braucht externe Kontrolle statt selbstorganisiert zu sein.

🔍 Woran erkennst du das in deinem Scrum Team?

Nutze diese Checkliste zur Reflexion – wie viele Indikatoren erkennst du?

Im Daily Scrum & Sprint-Arbeit

  • Daily hat Statusreport-Charakter und findet nur statt, wenn PO, SM oder Manager dabei sind
  • Tägliche Fortschrittsprüfung (Daily) fällt aus oder wird nicht ernst genommen
  • DoD/DoR werden nicht eingehalten – solange niemand explizit darauf achten soll
  • Unproduktives Verhalten wird nicht angesprochen
  • Konstruktives Feedback gibt es nicht
  • Vorgehensweisen werden nicht hinterfragt
  • Probleme in Verantwortungsbereichen anderer werden nicht konfrontiert

In Sprint Planning & Refinement

  • User Stories formuliert der PO mit Blick auf Expertisen ("jedem seine Story")
  • Selbst vertikale Stories werden im Planning so aufgebrochen, dass jeder im Spezialgebiet allein arbeitet
  • Aufgaben delegiert an andere Teams/Abteilungen (inklusive "Bedenkenträgern") – Ausrede parat für Verzögerungen

In Sprint Review & Retrospektiven

  • Sprint Review: Anforderungen und Bedürfnisse werden nicht hinterfragt
  • Herausfordernde Kundenanforderungen und Marktentwicklungen ignoriert/ausgeblendet
  • Sprint Ziel wird selten erreicht, wichtige Elemente können nicht gezeigt werden
  • Releaseplanung fehlt oder ist entkoppelt vom Product Backlog Refinement

Qualität & Standards

  • Code-Qualität, technische Skills, technische Schuld, DoD – alles bleibt auf niedrigem Niveau
  • Erwartung an kontinuierliche Verbesserung wird nicht kommuniziert – Probleme nicht aufgedeckt
  • Gewachsenes System wird als gegeben hingenommen
  • Man vergleicht sich gerne mit Teams, die "noch schlechter" dastehen

Team-Dynamik & Mittelmäßigkeit

  • Im eigenen Spezialgebiet weiterarbeiten ist ok – für sich alleine
  • Jeder in seinem Silo – keine crossfunktionale Zusammenarbeit

📊 Wie viele Indikatoren hast du erkannt?

  • 0-4 Indikatoren: Verantwortungsübernahme ist wahrscheinlich vorhanden ✓
  • 5-10 Indikatoren: Gegenseitige Verantwortung könnte gestärkt werden
  • 11+ Indikatoren: Dysfunktion #4 ist ausgeprägt – ohne Verantwortung keine Selbstorganisation!

🛠️ Was kannst du als Scrum Master tun?

Verantwortung entsteht durch Klarheit, Transparenz und sichere Feedback-Kultur. Hier sind bewährte Maßnahmen:

1. Scrum-Rahmen und -Regeln gemeinsam stabilisieren

  • Scrum-Philosophie diskutieren: Besonders in frühen Phasen – gemeinsame Wege zur Implementierung erarbeiten
  • Working Agreements, DoR/DoD gemeinsam erarbeiten: Sichtbar machen, regelmäßig reflektieren ("Passt das noch?")
  • Auswirkungen transparent machen: Metriken nutzen (DoD-Verstöße, Bugs, Anteil Refactoring) → Ursachenanalyse im Team
  • Rotierende Verantwortung: Daily-Moderation im Team rotieren lassen – jeder nominiert den nächsten

💡 Tipp: Wenn TEAM für "toll, ein anderer macht's" steht, können temporäre/rollierende Rollen helfen.

2. Feedback und Austausch aktiv anstoßen

  • Transparente Fortschrittskontrolle im Team – Ziel: Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung fördern
  • Team Code Reviews: Gemeinsam Code prüfen, nicht isoliert
  • Pair-Programming & Mob-Programming: Echte Zusammenarbeit statt Silos
  • Regelmäßiges Peer-Feedback: z. B. Peer-Review aus Sociocracy 3.0

3. An der Außenwahrnehmung arbeiten

  • Erfolge gemeinsam feiern: Im Sprint Review als Team auftreten, nicht als Individuen
  • Krismap erstellen: Wie wirken wir nach außen? Wie wollen wir wirken?

4. Themen in den Fokus bringen, denen wir ausweichen

  • Gamification: Challenges, Badges für Themen, die sonst vermieden werden
  • Verhalten beobachten und ansprechen: Als SM kannst du beobachten ohne involviert zu sein – sprich Auffälligkeiten in Retros an
  • Indikatoren gemeinsam erarbeiten: Schwachstellen identifiziert? Messbaren Fortschritt definieren (z. B. Cycle Time von Backlog Items)

5. Impediments transparent machen

Wenn das Team Verantwortung scheut, werden Impediments oft nicht offen angesprochen oder liegen gelassen:

  • Hindernisse sichtbar machen: Impediment Board, Daily Check
  • Gemeinsame Verantwortung: "Wer kann was tun, um das zu lösen?"
  • Ownership übernehmen: Nicht warten, bis SM alles regelt

📚 Ressourcen zur Vertiefung

Peer-Feedback & Zusammenarbeit:

Team-Außenwahrnehmung:

  • Krismap – Wie wirken wir nach außen?

Impediments & Hindernisse:

🎧 Podcast-Folge: Scrum ohne Team = Frust – 6 Anhaltspunkte für Handlungsbedarf

Dysfunktion #5: Fehlende Ergebnisorientierung

Hake ab, was du in deinem Team erkennst – je mehr Indikatoren, desto ausgeprägter die Dysfunktion

Fehlende Ergebnisorientierung

Individuelle Ziele und persönlicher Status untergräbt den Fokus auf gemeinsame Zielsetzungen des Teams.

Ohne Verantwortung (#4) konzentriert sich jeder auf eigene Karriere statt Teamergebnis. Das Team schottet sich ab. Leistungsträger gehen.

🔍 Woran erkennst du das in deinem Scrum Team?

Nutze diese Checkliste zur Reflexion – wie viele Indikatoren erkennst du?

Im Sprint Planning & während des Sprints

  • Produktvision nicht präsent – dient weder zur Priorisierung noch zum Ableiten von Sprint-Zielen
  • Sprint-Ergebnisse zahlen nicht auf Produktvision ein
  • Sprint-Ziel nicht existent, beliebig/nichtssagend oder schnell vergessen
  • Rückfragen, Wünsche von außen bringen Team vom Sprint-Ziel ab
  • Zu viele Aufgaben gleichzeitig begonnen – kein WIP-Limit
  • Ablenkungen: Arbeit an anderen Themen als Sprint Backlog
  • Lange Diskussionen, fehlende Entscheidungsfreudigkeit
  • Signifikanter Teil der Sprint-Arbeit hat nichts mit Sprint-Ziel zu tun
  • Neue Stories werden in laufenden Sprint gezogen, obwohl geplante nicht fertig sind (Fokus: persönliche Auslastung!)
  • Sprint-Ergebnis: Lose Sammlung von Teilgewerken statt integriertes, funktionsfähiges Produkt

Im Sprint Review

  • Sprint Review bleibt unter sich – Stakeholder/Anwender nicht eingeladen
  • Fertige Stories werden nicht oder nur auf Nachfrage gezeigt
  • Ausliefern an echte Nutzer wird aufgeschoben (man nennt alles "MVP")
  • Vergleich mit anderen Produkten oder Nützlichkeitsnachweis wird vermieden
  • Dialog über kritische Meinungen von Stakeholdern/Kunden wird gemieden
  • Im Review möchte jeder "seine" Ergebnisse vortragen – "ich" statt "wir"

In Retrospektiven & Teamentwicklung

  • Impulse zur Veränderung verhallen – Status Quo wird erhalten
  • Kaum Experimente
  • Team hat keine Zielsetzung für eigene Entwicklung, keine Indikatoren
  • Dieselben Themen über Wochen hinweg genannt, diskutiert – nie angegangen

Team-Dynamik & Individuelle Ziele

  • Aufgaben gewählt nach individuellen Skills/Karriere statt "Was muss erledigt werden?"
  • Versuchen zu glänzen in eigener Rolle als Experte – nicht als Team
  • Communities of Practice werden wichtiger als Team-Arbeit (wachsende Zeit dafür)
  • Interne Medien (Intranet, Chat) zur Selbstdarstellung statt Vernetzung
  • Persönliche Ziele (Linienorganisation) widersprechen Team-Zielen – werden trotzdem verfolgt

Qualität & Abschottung

  • Team nicht sichtbar für Nutzer/Stakeholder
  • Technische Schulden wachsen stetig oder werden nicht gemessen
  • Fehler für "später" aufgehoben – "aktuell nicht wichtig"

Fluktuation & Resignation

  • Leistungsorientierte Mitarbeiter verlassen das Team oder resignieren

📊 Wie viele Indikatoren hast du erkannt?

  • 0-5 Indikatoren: Ergebnisorientierung ist wahrscheinlich vorhanden ✓
  • 6-12 Indikatoren: Gemeinsame Ziele und Fokus könnten gestärkt werden
  • 13+ Indikatoren: Dysfunktion #5 ist ausgeprägt – ohne Ergebnisorientierung kein Team-Erfolg!

🛠️ Was kannst du als Scrum Master tun?

Ergebnisorientierung entsteht durch klare Vision, gemeinsame Ziele und messbaren Wert. Hier sind bewährte Maßnahmen:

1. Gemeinsames Verständnis der Ziele schaffen

  • Produktvision gemeinsam entwickeln: z. B. durch Event Storming Workshop
  • RoadMap gemeinsam aufstellen: PO und Team konkretisieren schrittweise – Teilziele (Sprint Goal, MVP, Release) sichtbar machen
  • User Stories am Nutzer-Mehrwert ausrichten: Stimuliert crossfunktionale Zusammenarbeit
  • Teamziele statt Individual-Boni: Anreiz für gemeinsamen Erfolg setzen

💡 Tipp: Ohne klare Vision und gemeinsame Ziele gibt es keine Ergebnisorientierung.

2. Im Sprint Planning Klarheit schaffen

  • Sprint-Ziel aus Product Vision ableiten: Diskutieren, sichtbar aufschreiben
  • Sprint-Ziel als Hypothese formulieren: "Wie erzeugen wir Mehrwert?" → Nach Sprint mit Nutzern validieren
  • Backlog Items aus Sprint-Ziel begründen: Nicht nach Position, sondern nach Ziel
  • Gemeinsamer Task-Breakdown im Team
  • Bereits in ersten Tagen ein Inkrement liefern, das Wert erzeugt
  • Hinterfragen: "Wie schaffen wir es, nur an den obersten Items zu arbeiten – ohne uns zu verzetteln?"

3. Enge Zusammenarbeit im Sprint fördern

  • Frage im Daily: "Welches Ziel/Stories möchtet IHR heute erreicht haben für Erfolg im Sprint?"
  • Thumb-Vote am Daily-Ende: "Können wir das Sprint-Ziel noch erreichen?" → Selbstreflexion + Korrekturmaßnahmen
  • WIP-Limit einführen: Anzahl paralleler Elemente begrenzen → Zusammenarbeit forcieren
  • Störungen transparent benennen: Automatisierte Lösungen finden

4. Sprint Review als Reflexionspunkt für Wert nutzen

  • Key Value Indicator (KVI) nutzen: Wert prüfen, nicht nur Produkt messen
  • Parking Lot View erstellen: Mit PO – zur Einordnung des aktuellen Sprints
  • Sprint-Ziel mit Nutzern inspizieren: Diskussionen anstoßen
  • Ergebnisse als Teamleistung vorstellen – "wir", nicht "ich"
  • Kunden/User einladen: Direktes Feedback sammeln (Zettel, Flipchart) – Sprache der Anwender 1:1 sichtbar
  • Strategie/Marktentwicklungen einbinden – Auswirkungen auf Produkt, Roadmap diskutieren

5. Team-Außenwahrnehmung stärken

  • Team sichtbar machen für Nutzer und Stakeholder
  • Erfolge gemeinsam feiern – als Team
  • Direkten Dialog mit Kunden/Stakeholdern ermöglichen

📚 Ressourcen zur Vertiefung

Vision & Ziele:

Wert messen:

Product Owner Zusammenarbeit:

🎧 Podcast-Folge: 4Cs effektive Lernmodule gestalten – Wie du Impulse zur Veränderung setzt

🎯 Wo steht dein Team? Quick Assessment

Du hast jetzt alle 5 Dysfunktionen durchgearbeitet. Nutze diese Übersicht zur Einordnung:

Dysfunktion Indikatoren erkannt Status Priorität
#1: Mangel an Vertrauen ___ von 21 ⚠️ wenn 8+ HÖCHSTE
#2: Angst vor Konflikten ___ von 16 ⚠️ wenn 6+ Hoch
#3: Fehlendes Commitment ___ von 25 ⚠️ wenn 11+ Mittel
#4: Scheu vor Verantwortung ___ von 16 ⚠️ wenn 6+ Mittel
#5: Fehlende Ergebnisorientierung ___ von 27 ⚠️ wenn 13+ Niedrig

📍 Deine nächsten Schritte

Wenn du viele Indikatoren bei #1 (Vertrauen) erkennst: → Starte dort! Ohne Vertrauen funktioniert keine andere Ebene. Nutze die Maßnahmen aus #1 (Verletzlichkeit vorleben, Safe Spaces schaffen).

Wenn #1 OK ist, aber #2-3 auffallen: → Arbeite an produktiven Konflikten (#2) und Commitment (#3). Nutze Entscheidungsmethoden, Sprint Goal als Fokus.

Wenn #4-5 dominant sind: → Prüfe nochmal #1-3! Oft sind höhere Dysfunktionen Symptome tiefer liegender Probleme.

Wenn mehrere Dysfunktionen stark ausgeprägt sind: → Prüfe die Rahmenbedingungen für effektives Teamplay – vielleicht ist das das eigentliche Problem.

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